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TARGET2-Salden sind nicht nur für Zentralbanker relevant. Sie beeinflussen die Stabilität des gesamten Eurozonen-Systems. Große Ungleichgewichte deuten auf wirtschaftliche Probleme hin. Sie können Spannungen zwischen Ländern verschärfen.
Während der Finanzkrise 2008-2012 wurden TARGET2-Salden zum politischen Thema. Deutschland baute massive positive Salden auf — über 700 Milliarden Euro auf ihrem Höhepunkt. Südeuropäische Länder hatten entsprechend negative Salden. Das deutete auf tiefe Ungleichgewichte hin.
Heute sind die Salden wieder angewachsen, allerdings aus anderen Gründen. Die quantitative Lockerung der EZB und unterschiedliche wirtschaftliche Dynamiken spielen eine Rolle.